{"id":2370,"date":"2020-04-30T09:57:29","date_gmt":"2020-04-30T07:57:29","guid":{"rendered":"http:\/\/eurowerkstatt-jena.de\/?page_id=2370"},"modified":"2021-03-12T18:28:15","modified_gmt":"2021-03-12T17:28:15","slug":"mein-jahr-in-spanien","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/eurowerkstatt-jena.de\/en\/sending\/erfahrungsberichte\/mein-jahr-in-spanien\/","title":{"rendered":"Multikulti"},"content":{"rendered":"<p>Am 1. August 2009 flog ich nach Madrid f\u00fcr meinen Freiwilligendienst. Am Flughafen holten mich eine Spanierin und eine \u00d6sterreicherin ab und weil mein Flug Versp\u00e4tung hatte, mussten wir 4h auf den Bus warten, der uns nach Extremadura in das 6.000 Einwohnerdorf Castuera brachte, wo ich seitdem wohne. Die \u00d6sterreicherin wohnt in einer anderen Stadt in der N\u00e4he und ich wohne hier in dem Dorf mit st\u00e4ndig wechselnden Freiwilligen. Zuerst mit einer Inderin, einer Russin, einer Italienerin und einem Taiwanesen und zurzeit nur mit einer D\u00e4nin, aber bald kommt eine neue aus Taiwan. Das Haus in dem wir wohnen ist klasse, weil wir eine Plantage f\u00fcr uns haben und keiner weiter mit drin wohnt. Es ist gro\u00df, mit Balkon, 2 B\u00e4dern, allerdings geht st\u00e4ndig was kaputt und im Winter sind die Fenster kaum gedichtet. Das Dorf hat f\u00fcr 6.000 Einwohner echt was zu bieten, im Gegensatz zu den deutschen. Hier gibt es ein Schwimmbad, eine Kirche und viele Einkaufl\u00e4den, Restaurants und Hotels.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Projekt hei\u00dft 1,2,3 Acci\u00f3n und ich soll eigentlich mit Jugendlichen arbeiten. Das gr\u00f6\u00dfte Problem dabei ist nur, dass das Freizeitzentrum gerade umgebaut wird und ich mir selber Arbeit suchen muss. Auch hatte ich viel Pech mit meinen Tutoren, weil die Arbeitsstelle jedes Jahr im Oktober neu besetzt wird, wodurch meine erste Chefin gegangen ist und die darauffolgende war schwanger und ist seit Dezember im Schwangerschaftsurlaub. Sodass ich jetzt gerade mit der Bibliothekarin arbeite, die Freiwillig im Jugendzentrum arbeitet und ich nun immer in der Bibliothek bin. Das bedeutet, dass ich immer mal Phasen hatte, in denen ich arbeiten musste und ich aber auch oft genug 6h im B\u00fcro\/ Bibliothek war und nichts gemacht habe, au\u00dfer ein paar Male Flyer zu verteilen. Im Sommer habe ich bei Ferienaktivit\u00e4ten mitgeholfen, wie Tanz-, Back-, Yoga- und Englischkurse und half bei einem Sommercamp.Danach ging meine Chefin und ich hatte wirklich 2 Monate kaum was zu tun. F\u00fcr die Heiligen 3 K\u00f6nige gibt es hier in Spanien die Tradition, selbstgemachte Figuren auf Traktorenanh\u00e4nger zu stellen und sie in einem Umzug zur Schau zu stellen. Daf\u00fcr hab ich mit meiner Chefin 3 Figuren gebastelt, einen Schneemann, Bart Simpson und einen Weihnachtsbaum. Nach Weihnachten ging dann auch diese Chefin und ich hatte wieder einmal einen Monat lang nichts zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Chefin\nsagte mir, dass ich ruhig kreativ sein kann und Kurse f\u00fcr Kinder geben kann oder\neinen Spielefreitag oder \u00e4hnliches organisieren kann. Das einzige Problem ist\nnur, dass es keinen Raum\/ Platz gibt, wo ich Kurse geben k\u00f6nnte, sodass ich\njetzt auf den Spielefreitag umgestiegen bin und den gerade organisiere. Seit\nFebruar sind zum Gl\u00fcck zwei spanische Praktikanten mit hinzugekommen, die mit\nmir zusammen arbeiten , wodurch das planen von Aktionen viel leichter wird.\nSeit letzter Woche haben wir einen Raum gefunden, wo wir jeden Freitag Kurse\nund Spiele f\u00fcr Kinder von 4 bis 12 Jahre durchf\u00fchren. Letzten Freitag bastelten\nwir mit ungef\u00e4hr 20 Kindern Schachteln und spielten verschiedene Spiele.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben dem\narbeiten bin ich sehr viel verreist, weil es in dem Dorf au\u00dfer Kinder und alte\nLeute kaum etwas gibt. Aber was wirklich sch\u00f6n ist, ist dass man in einem Dorf\ndas wirklich traditionelle spanische Leben mitbekommt, mit Siestas, ins\nLandhaus am Wochenende gehen, \u00f6ffentliche Schweineschlachtung mit ordentlicher\nFeier hinterher sehen und was wahrscheinlich h\u00e4ufigste Wort, was man zu Ohren\nbekommt ist \u201etranquila\u201c (=bleib ruhig). Auch ist man st\u00e4ndig in der Wohnung,\nweil man es im Sommer bei 44\u00b0C einfach nicht drau\u00dfen aush\u00e4lt und weil wir im\nWinter nur einen Heizk\u00f6rper haben, sodass alle sich immer in der K\u00fcche um ich\nherum versammeln. Das sch\u00f6ne dabei ist aber, dass wir so wirklich sehr starke\nFreundschaften geschlossen haben und wir eine kleine Familie geworden sind. Die\nItalienerin sagte immer, dass es hier famili\u00e4rer ist, als in ihrer eigenen\nFamilie, weil wir immer zusammen gegessen haben und eigentlich eh fast alles\nzusammen unternommen haben.\n\nIn n\u00e4chster Zeit werde ich dann wrsl viel mit den\nAmerikanern machen, die wir neuerdings kennengelernt haben und schon seit\nOktober in Castuera sind, wir sie aber nie gesehen haben. Und dann kommt eine\nFreundin aus Dtl. mich f\u00fcr einen Monat, wodurch ich in schon 15 Tagen mit ihr\nFerien auf Teneriffa machen werde und wir davor noch 5 Tage bei einer\nFreiwilligen in Madrid verbringen werden und eventuell wir nochmal nach\nValencia schauen. Aber ehrlich gesagt bin ich schon so viel rumgereist in den\nletzten 7 Monaten, dass ich gar keine richtige Lust mehr habe, naja und das\nGeld ja auch ne Rolle spielt.^^ Wobei das wirklich einfach ist, weil ich auf\nTraining Courses, dem On- arrival- training und auf meinem Mid-term-training\n\u00fcber 200 Freiwillige kennengelernt habe und meine Mitbewohner auch andere\nkennenlernen und es ja auch noch Couchsurfing gibt. Ende April treff ich mich\ndann mit meinen Eltern in Barcelona und danach fahr ich mit der D\u00e4nin und den\nAmerikanern zu einem Hippiefestival nach C\u00e1ceres und von da aus wollen wir\nwahrscheinlich hoch in den Norden nach Salamanca und Santiago de Compostela\nreisen, sodass ich dann wirklich fast alle wichtigen St\u00e4dte Spaniens gesehen\nhabe und ich dann beruhigt Mitte Mai wieder nach Hause fliegen kann.=)\n\n\n\n<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Maria war in Spanien<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":2349,"menu_order":3,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"page-templates\/grid-page.php","meta":{"give_campaign_id":0,"footnotes":""},"class_list":["post-2370","page","type-page","status-publish","hentry"],"campaignId":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/eurowerkstatt-jena.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2370","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/eurowerkstatt-jena.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/eurowerkstatt-jena.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/eurowerkstatt-jena.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/eurowerkstatt-jena.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2370"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/eurowerkstatt-jena.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2370\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2776,"href":"https:\/\/eurowerkstatt-jena.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2370\/revisions\/2776"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/eurowerkstatt-jena.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2349"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/eurowerkstatt-jena.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2370"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}