Mix-Tour 2017 in Wladimir


Vom 13. bis 24. April 2017 hatte die achtköpfige Gruppe der SchülerInnen aus Jena unter der Leitung von Ricarda Ullmann und Anna Kulakova einen herzlichen Empfang in der russischen Stadt Wladimirer. Vielfältige Programmschwerpunkte und spannende Veranstaltungen wurden vom Euroclub Wladimir organisiert und die deutschen Jugendlichen wurden in den freundlichen Gastfamilien untergebracht. Die SchülerInnen hatten eine tolle Gelegenheit russische Kultur und u.a. Ostertraditionen „von innen“ kennen zu lernen.

Die Jenaer Gäste waren von der Gastfreundschaft ihrer russischen PartnerInnen einfach fasziniert. Nicht nur das tolle Essen, sondern auch der extra von den russischen Jugendlichen auf Deutsch vorbereitete Rundgang zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt war nicht selbstverständlich. Auch im gemeinsamen Treffpunkt Euroclub hatten alle immer wieder eine schöne Zeit mit Tee und Kuchen.

Auch gelang es den deutschen Gästen einen ausführlichen Überblick über das russische Bildungssystem zu vermitteln. Am pädagogischen Institut organisierten die Dozentin Karina Drozd und die Professorin Irina Plaksina vom Lehrstuhl „Pädagogik“ eine gemeinsame Projektarbeit mit Studierenden der Fakultät für Fremdsprachen zum Thema „Wege der Zukunft“. Die jungen Menschen setzten sich mit Begriffen wie „Freiheit“, „Familie“, „Sport“, „Musik“, „Freundschaft“ auseinander und stellten ihre Ergebnisse in Form von kreativ gestalteten Plakaten vor.

Die Delegation aus Jena hatte eine Gelegenheit schulischen Alltag vor Ort zu erleben. So öffnete die Schule № 15 herzlich ihre Pforten. Deutsche und russische SchülerInnen kamen miteinander ins Gespräch und knüpften neue Kontakte. Im Laufe der Woche besuchten die deutschen Jugendlichen die Schule № 25 und in der Schule № 36 fand ein gemeinsames Volleyballspiel statt.

Zwei unvergessliche Tage verbrachten die deutschen Gäste in Susdal. Die Leiterin Susdaler Euroclubs Olga Kostina organisierte eine wunderbare Führung in der Susdaler Kreml und ins Museum für Holzbaukunst und Brauchtum. Die Pracht der Muttergottes-Geburts-Kathedrale mit ihren Sakralschätzen und architektonische Besonderheiten der Kirchen haben einen starken Eindruck auf die jungen Gäste hinterlassen.

Besonders spannend war der Ausflug ins Department der Kunstwissenschaften der staatlichen Universität in Sankt-Petersburg, wo RestauratorInnen in neun verschiedenen Richtungen ausgebildet werden. Die Studierenden erzählten den begeisterten Gästen über interessante Spezifika ihres Studiengangs und zeigten zahlreiche Kunstwerke und sei es eine alte Ikone oder ein polnischer Säbel, die gründlich restauriert werden müssen.

Der Höhepunkt des Jugendaustauschs wurde das 20-jährigen Jubiläum des Euroclubs. Das feierliche Konzert und das landeskundliche Spiel fanden am 18.04 im Kulturhaus „ODRI“ statt, an dem Spiel „Traditionen Deutschlands und Russlands“ wurden sowohl Mannschaften der Wladimirer Region als auch die deutschen Gäste beteiligt. Die jungen Menschen übten das Übersetzen deutscher Sprichwörter, präsentierten Volkstänze und analysierten historische Epochen beider Länder. Die Ergebnisse des Spiels machten deutlich, beide Nationen hatten viel Gemeinsamens in der Sprache und kulturellen Traditionen.

11 Tage lang dokumentierten deutsche und russische Jugendliche ihre Eindrücke von der Begegnung. Sie machten Bilder und Videos, die Grundlage für ihren ersten Film legten, welcher 2018 nach dem Gegenbesuch der russischen FreundInnen erstellt werden soll. Ein rundum gelungener Austausch, mit vielen neuen und tollen Erfahrungen.

Anja Kulakova

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